Das Feuerlöschwesen in der Gemeinde Silberhausen

Das Feuerlöschwesen in der Gemeinde Silberhausen reicht sicherlich weiter zurück wie wir heute durch Dokumente oder Berichte belegen können.

Die ersten Aufzeichnungen die wir kennen, stammen aus dem 18. Jahrhundert.

2009

Am 19.05.2009 führten wir das erste Mal eine Brandschutzerziehung mit dem Kindergarten „St. Vincent“ in Silberhausen durch.

Am 27.01.2009 wird die neue Thüringer Feuerwehr-Organisationsverordnung (ThürFwOrgVO) durch den Innenminister unterzeichnet.

2008

Am 01.01.2008 übergibt Kamerad Manfred Franke das Amt des Ortsbrandmeisters an Kamerad Martin Fiedler, sein Stellvertreter wird Philipp Beck. Die Jugendfeuerwehr leitet Thomas Sonnabend und Gerätewart wird Thilo Franke.

Vom 23.-27.0.2008 nahm eine Mannschaft an dem Bundesausscheid in Böblingen in der Disziplin Traditionelle internationale Feuerwehrwettkämpe teil.

Ein besonderes Augenmerk wurde im vergangenen Jahr auf die Grundausbildung in der Feuerwehr gelegt.

2007

Am 28.12.2007 Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Silberhausen
mit Neuwahlen der Wehrleitung

2006

Am 21.12.2006 wird das neue Thüringer Brand- und Katastrophenschutzgesetz (ThürBKG) vom Landtag verabschiedet.

1990

Währungsunion der beiden deutschen Staaten am 01. Juli 1990.

Die DDR tritt dem Geltungsbereich des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland am 03. Oktober 1990 bei.

1989

Der Titel „Vorbildliche Feuerwehr“ wurde zum wiederholten Mal errungen.

Beim Kreisausscheid in Leinefelde (Jubiläum) am 02.06.1989 erreichten wir den 1. Platz und bekamen 300,00 M Prämie.

Den 3. Platz erreichten wir beim Bezirksausscheid in der Disziplin Sprintwettkampf.

Grenzöffnung und Fall der Mauer am 09.11.1989.
Die Grenzöffnung und der Fall der Mauer war ein historisches Ereignis durch welches sich die Aufgaben und Strukturen der Feuerwehr in einigen Punkten änderten.
So musste angefangen werden eine Satzung für die Freiwillige Feuerwehr zu schreiben, die Strukturen, die Ausbildung, die Gerätschaften und das Material mussten zum Teil erneuert werden.

1988

Am 04.06. beim Bezirksausscheid in Neudietendorf wurde der 8. Platz erreicht.

1987

Die Teilnahme am Kreisausscheid am 10.07.1987 wurde mit dem 1. Platz belohnt.

1986

Beim Bezirksausscheid am 21.06.1986 in Neudietendorf wurde der 9. Platz erreicht.

Teilnahme am Wirkungsbereichsausscheid am 27.06.1986 sowie am Kreisausscheid in den Disziplinen Dreikampf und Löschangriff.

1985

Beim Wirkungsbereichsausscheid am 24.05.1985 und beim Kreisausscheid am 05.07.1985 wurde in den Disziplinen Löschangriff und Sprintwettkampf gestartet.

1984

Teilnahme am Wirkungsbereichsausscheit am 13.04.1984 und am Kreisausscheit am 13.04.1984 in den Disziplinen Sprintwettkampf und Dreikampf.

Beim Abbruch des Gasthauses „Zur Blume“ genannt „Das Heisel“ in der Unterstraße der Gemeinde wurde von den Kameraden nach Feierabend viel Freizeit geopfert.

1983

In der Disziplin Dreikampf, Sprintwettkampf und Löschangriff wurde beim Wirkungsbereichsausscheid am 14.05.1983 der 3. Platz belegt.

In Verbindung mit einem Pokallauf wurde am 21.05.1983 der Titel „Vorbildliche Feuerwehr“ erneut errungen.

In der Disziplin Dreikampf, Sprintwettkampf und Löschangriff wurde beim Kreisausscheid am 24.06.1983 der 3. Platz belegt.

1982

Teilnahme am Wirkungsbereichsausscheit am 15.05.1982.

In der Disziplin Löschangriff nahmen unsere Kameraden am Bezirksausscheid in Sömmerda teil.

Der Kamerad Friedhelm Franke übernimmt die Aufgabe als Wirkungsbereichsleiter des Wirkungsbereichs Dingelstädt, Kamerad Joachim Meinhardt die Funktion des Stellvertreters.

Die Kameraden Friedhelm Franke und Joachim Meinhardt wurden als Wertungsrichter auf Bezirksebene berufen.

1981

Ein Brand am 01.01.1981 legte eine Scheune und Stallungen in der Mühlhäuser Straße in Schutt und Asche.

Teilnahme am Wirkungsbereichsausscheit am 09.05.1981.

Beim Kreisausscheid am 26.06.1981 wurde der 1. Platz erreicht und damit die Qualifikation zum Bezirksausscheid 1982 geschafft.

Eine Werbeveranstaltung am 07.06.1981 mit Übungen im Feuerwehrsport wurde als gut eingeschätzt.

1980

Der alte Schützenplatz, welcher von der LPG als Scheune genutzt wurde, brannte am 15.01.1980 ab.

Teilnahme am Wirkungsbereichsausscheit am 17.05.1980.

Beim Kreisausscheid am 07.06.1980 wurde der 2. Platz erreicht.

Der Wettbewerb „Leistungsstufe wird in diesem Jahr von dem Wettbewerb „Vorbildliche Freiwillige Feuerwehr“ abgelöst
Eine Werbeveranstaltung und Pokallauf waren ein guter Zeitpunkt ach festgelegten Regeln diesen Titel zu erreichen.
Gestartet wurde in den Disziplinen Gruppenstafette, Dreikampf und Löschangriff.

Die Stärke der Feuerwehr betrug 37 Kameraden, Abgänge 2, Zugänge 5.

1979

Beim Kreisausscheid am 16.06.1979 wurde der 3. Platz erreicht. Gestartet wurde in den Disziplinen Gruppenstafette und Löschangriff.

Der 3. Platz wurde beim Pokallauf in Hüpstedt erreicht.

Die Stärke der Feuerwehr betrug 34 Kameraden, Abgänge 0, Zugänge 1.

1978

Jubiläumsfeier „50 Jahre Feuerwehr Silberhausen“

In den nächtlichen Stunden des 27.05.1978 musste ein Brand an der Bahnstrecke nach Dingelstädt gelöscht werden.

Einige Kameraden der FF Silberhausen nahmen am DDR-Ausscheid am 27.08.1978 in Weimar als Abordnung des Kreises Worbis teil.

Nach den Aussagen älterer Kameraden bestand die Feuerwehr in diesem Jahr 50 Jahre.
Dieses sollte auch gebührend gefeiert werden. Das Fest am 27.05.1978 begann mit einem Umzug, einer Schulübung, einer Einsatzübung sowie einem Pokallauf.
Die Übungen wurden als Wirkungsbereichsausscheid und Verteidigung der Leistungsstufe 2 gewertet.
Nach den heutigen Erkenntnissen wäre das das 50. Jubiläum des Feuerwehrvereins gewesen, der im Jahre 1928 gegründet wurde.

1977

Wirkungsbereichsausscheid am 21.05.1977.

Beim Pokallauf in Zella wurde der 3. Platz erreicht.

Der Aufbau der Frauenlöschgruppe bleibt ohne Erfolg, da 2 Kameradinnen wieder austraten.

Der Kamerad Friedhelm Franke wird in die Wirkungsbereichsleitung Dingelstädt berufen.

1976

Wirkungsbereichsausscheid am 22.05.1976.

Am 19. und 20.06.1976 wird die Leistungsstufe 2 abgelegt.

Es wird begonnen eine Frauenlöschtruppe mit 4 Feuerwehrfrauen aufzustellen.

1974

Wirkungsbereichsausscheid am 07.06.1974 in Dingelstädt.

Am 29.06.1974 nahm die Freiwillige Feuerwehr Silberhausen am Kreisausscheid teil.
Aufgabe: Löschangriff mit Wasserentnahme aus offenen Gewässern

1973

Durch den Abgang mehrerer Kameraden in den letzten Jahren wird die Sollstärke von 30 Kameraden nicht mehr erreicht. Durch Werbung konnten 14 junge Kameraden in die Reihen der Feuerwehr aufgenommen werden.

Wirkungsbereichsausscheid am 02.06.1973 in Dingelstädt.

1972

Wirkungsbereichsausscheid am 27.05.1972 in Dingelstädt.

Am 03.06.1972 nahm die Freiwillige Feuerwehr Silberhausen am Kreisausscheid in Bernterode teil und belegte bei der Einsatzübung den 5. Platz.

Am 27.08.1972 rückte die Feuerwehr aufgrund eines Stoppelbrandes auf dem Köhler aus.

Weiterhin entstand ein Brand durch eine Heizdecke der gelöscht werden musste.

Beim Abreißen des alten Pfarrhauses wurden von den Kameraden viele freiwillige Arbeitsstunden geleistet.

1971

Wirkungsbereichsausscheid am 05.06.1971 in Dingelstädt.
Übungen: Dreikampf, Schnelligkeitsübung und Gruppenwettkampf

Am 18.09.1971 nahm die Freiwillige Feuerwehr Silberhausen am Kreisausscheid in Niederorschel teil.
Übungen: Schnelligkeitsübung und Gruppenwettkampf

Da sich keine Einigung über die Termine der Ausbildung zwischen der Blaskapelle und der Feuerwehr anbahnte, traten 9 Kameraden nach Aussprachen aus der Freiwilligen Feuerwehr Silberhausen aus.

1970

Wirkungsbereichsausscheid am 05.06.1970 in Dingelstädt.
Übungen: Dreikampf und Schnelligkeitsübung

Teilnahme am Kreisausscheid

Die Wehrleitung übernimmt wieder Manfred Franke.

Die Freiwillige Feuerwehr Helmsdorf führte am 13.09.1970 eine Werbeveranstaltung durch. Durch die Freiwillige Feuerwehr Silberhausen wurde eine Schulübung und eine Schnelligkeitsübung vorgeführt.

1969

In den Feuerwehren wird der Wettbewerb „Die Leistungsstufe 1 / 2 / 3“ ausgeschrieben.
Am 24.08.1969 legten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Silberhausen die Stufe 3 ab. Die Prüfung bestand aus Kontrolle aller zu Prüfenden Unterlagen, einer Schulübung und einer Einsatzübung

1968

Die Aufgaben der Wehrleitung und Besetzung werden am 29.03.1968 neu zusammengestellt.
Wehrleiter ist Manfred Franke, sein Stellvertreter wird Hermann Lange.

Da der Wehrleiter Manfred Franke ab November 1968 zum Grundwehrdienst eingezogen wurde, übernimmt Helmut Rodenstock diese Aufgabe. Stellvertreter ist Friedhelm Franke.

1967

Mit der Fertigstellung der neuen Gemeindebäckerei muss die alte Bäckerei, im Ort als „altes Backs“ bezeichnet, zum Gerätehaus umgebaut werden.
Es erfolgt der Abriss des Backofens und Schornsteins. Ein Tor wird eingebaut. Die Bruchsteine werden zum Neubau der Leichenhalle benötigt.

Am 27.10. werden die Aufgaben des Wehrleiters von Hermann Lange an Manfred Franke weitergegeben.

Die Bedingungen für die Arbeit der Feuerwehr verschlechterten sich durch den Umzug in die neue „Behausung“ erheblich.
In der Folge wurden mehrere Anläufe unternommen um diesen Umstand zu ändern, scheitern aber jedesmal.
Das Gerätehaus bleibt aber in dieser Form bis zur Jahrtausendwende erhalten.

1966

Durch den Zugang neuer Kameraden wird ein großes Augenmerk auf die Grundausbildung gelegt.

1965

Die materialtechnische Versorgung der Feuerwehren wird vom Kreis übernommen. Die Sollstärke der Wehr wird durch den Kreis auf 30 Kameraden festgelegt.

1963

Im Februar, ein genaues Datum ist nicht genannt, brennt die Scheune im Forsthaus Geney durch eine Entzündung durch eine Infrarotlampe. Wegen hoher Schneeverwehungen müssen die Kameraden auf Skiern und mit Pferdeschlitten zum Einsatzort ausrücken.

Der Raum des Gerätehauses wird für die neue Gemeindebäckerei benötigt.
Als Notlösung dient die Garage des Bäckermeisters Heinrich Mattias.

Bei den Ausschachtungsarbeiten für den Abwasserkanal in der Helmsdorfer Straße werden von den Kameraden viele Stunden im NAW geleistet.

1960

Von den Kameraden werden bei abendlichen Arbeitseinsätzen ein altes Wohnhaus und Stallungen abgerissen.

1957

Am 23. März 1957 wütete ein Großbrand in der Gemeinde.
Im unteren Teil der Bahnhofstraße wurden 8 Scheunen und 1 Wohnhaus durch Feuer in Schutt und Asche gelegt. Die Brandursache war Brandstiftung. Zum Einsatz kamen ebenfalls die Feuerwehren aus Dingelstädt und Helmsdorf.

Wiederum führten auch in diesem Jahr die Kameraden die Theaterstücke „Die Tante aus Amerika“, „Der rote Faden“ und von Gott gerichtet“ auf. Der Erlös dieser Veranstaltungen, 1100,00 M, wurde der Kirchengemeinde zum Kauf neuer Glocken gespendet.

Erste Erfolge zeigten sich im Feuerwehrsport auf Kreisebene.

1956

Am 18. Januar 1956 verkündete die DDR ihr erstes Brandschutzgesetz.

Am 24. Juni 1956 wird das Unstruttal durch ein Hochwasser überschwemmt. Wiesen und Gehöfte entlang der Unstrut stehen unter Wasser. Die Sackbrücke wurde von dem in den Fluten befindlichem Treibgut mitgerissen.

Von den Kameraden wird das Trauerspiel „Maria Stuart“ in Silberhausen, Dingelstädt und Kefferhausen aufgeführt.

Die Stärke der Feuerwehr betrug 24 Kameraden, Abgänge 3, Zugänge 3.

In dem neuen Brandschutzgesetz der DDR wurde das Feuerwehrwesen in folgende Bereiche eingeteilt:
Zentrale Brandschutzorgane: Dazu gehörten die Hauptabteilung Feuerwehr in der Hauptverwaltung Deutsche Volkspolizei; die Abteilung Feuerwehr in den Bezirksbehörden Deutsche Volkspolizei mit den ihnen direkt unterstellten Brandschutzinspektionen und die Abteilungen Feuerwehr in den Volkspolizeikreisämtern mit den ihnen unterstellten Brandschutzinspektionen und Feuerwehrkommandos.
Örtliche Brandschutzorgane: Dazu gehörten in den Städten und Gemeinden sowie Einrichtungen: Die Freiwilligen Feuerwehren, die Pflichtfeuerwehren und die Brandschutzverantwortlichen sowie andere mit Brandschutz beauftragten Personen.
Betriebliche Brandschutzorgane: Dazu gehörten die in den Industrie- und Landwirtschaftsbetrieben, Verwaltungen und sonstigen Einrichtungen eingerichteten Berufsfeuerwehren, Freiwilligen Feuerwehren und Pflichtfeuerwehren sowie brandschutzverantwortlichen und die vom Brandschutz beauftragten Personen.

1955

Im Jahre 1955 bekam die Freiwillige Feuerwehr einen neuen Tragkraftspritzenanhänger mit einer TS8, die alte TS4 „Dittmann“ musste an den Kreis abgegeben werden. Über den Verbleib der „Dittmann“ gibt es keine weiteren Angaben.

Hermann Lange wird als Wirkungsbereichsleiter eingesetzt, Franz Ziegenfuß übernimmt die Aufgabe des Ortsbrandmeisters.

Ebenfalls 1955 beginnt die Feuerwehr mit der Ausbildung und Durchführung des Feuerwehrsportes. Gestartet wird in den Disziplinen 100m und 5 x 100m Hindernisbahn.

Bei der großen Renovierung und Umbau der Kirche wurden durch die Kameraden viele Arbeitseinsätze durchgeführt.

1953

Aus Altersgründen traten 1953 die meisten älteren Kameraden zurück und jüngere Kameraden übernahmen die Aufgabe des Brandschutzes in der Gemeinde.

Das Amt des Ortsbrandmeisters übernahm Hermann Lange von seinem Vorgänger Johannes Busse.

Es wurden zwei Gruppen aufgestellt.

1949

Gründung der beiden deutschen Staaten

1945

1945 nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurden die Aufgaben des Brandschutzes wieder von den heimgekehrten Kameraden übernommen.

1939

1939 bekam die Freiwillige Feuerwehr Silberhausen eine Tragkraftspritze Typ TS4 „Dittmann“.

Während des 2. Weltkrieges von 1939 bis 1945 musste die Gemeinde wiederum Bürger mit Notdienst zum Dienste in der Feuerwehr verpflichten und als Feuerlösch- und Bergungstrupp den Brandschutz gewährleisten.

1938

Das Reichsgesetz über das Feuerlöschwesen vom 23. November 1938 trat in Kraft
Quelle: Wikipedia, Feuerlöschwesen

Das Reichsgesetz über das Feuerlöschwesen vom 23. November 1938 bildete den Schlussstein für die seit 1933 von den Nationalsozialisten durchgeführte Einbindung des deutschen Feuerlöschwesens in die Polizei, Berufsfeuerwehren wurden in Deutschland jetzt als Feuerschutzpolizei bezeichnet. Nur vierzehn Tage nach den Pogromen an der jüdischen Bevölkerung, im Verlaufe der von den Nationalsozialisten neben anderen Grausamkeiten auch die Synagogen in Schutt und Asche gelegt wurden, wurde es von der nationalsozialistischen Reichsregierung erlassen. Dieses Reichsfeuerlöschgesetz wurde in der Präambel unter anderem mit der wachsenden Bedeutung des Feuerlöschwesens für Verteidigungszwecke und den Luftschutz begründet.
Die Präambel betont den beherrschenden Herrschaftsgrundsatz des Nationalsozialismus, das sogenannte Führerprinzip. In einer reichseigenen geführten Polizeitruppe, zu der nun auch die Feuerwehren zu zählen waren, wurde diesem Führungsprinzip eine besondere Bedeutung zugemessen. Die Entscheidungen wurden ausschließlich von den Vorgesetzten (Führern) ohne Mitwirkung der Untergebenen getroffen.
Ihre Kompetenzen waren rechtlich nicht festgelegt, und sie unterlagen keiner Kontrolle. Eine besondere Bedeutung für die Diktatur kam der Polizei zu. Das nationalsozialistische Deutschland als faschistische Diktatur griff auch auf die Herrschaftsinstrumente des Polizeiapparates zurück. Alle Bereiche öffentlicher Dienstleistungen wurden in den Polizeistaat aufgesogen, in dessen Verlauf auch der organisierte Brandschutz als Polizeiaufgabe bezeichnet wurde.

Ebenso wurde 1938 mit diesem Gesetz die Normierung vereinheitlicht und die heute verwendete Storz-Kupplung für Schläuche und Armaturen reichsweit eingeführt. Bis dahin verwendeten die Feuerwehren der einzelnen Länder unterschiedliche Normen, was eine Zusammenarbeit erschwerte.

1937

1937 trat August Meinhardt vom Amt des Ortsbrandmeisters zurück und übergab es seinem Nachfolger Johannes Busse.

1933

In der Zeit des Nationalsozialismus verkündete die nationalsozialistische Regierung in Preußen am 28. Dezember 1933 das Gesetz über das Feuerlöschwesen (FLG – Feuerlöschgesetz), das mit Wirkung vom 1. Januar 1934 in Kraft trat.
Quelle: Wikipedia, Feuerlöschwesen

Hier hat sich dann die Bezeichnung Feuerlöschpolizei durchgesetzt (obwohl es diese Bezeichnung offiziell nicht gab). Vielerorts wurde dieses Gesetz als ein wesentlicher Schritt zur Vereinheitlichung des Feuerlöschwesens in Preußen begrüßt. Das infolge des im Jahre 1931 erlassenen Polizeiverwaltungsgesetzes zur Neuregelung des Feuerlöschwesens wurde sogar als notwendig begriffen, um bestehende Regelungslücken im Recht des Feuerlöschwesens zu schließen. Die Feuerwehren wurden bereits durch das Feuerlöschgesetz zum Werkzeug eines Krieges instrumentalisiert.

1928

Im Jahre 1928 bekam Silberhausen eine Zentrale Wasserversorgung. Dadurch verbesserten sich auch die Bedingungen der Löschwasserversorgung.

Gleichzeitig wurde in diesen Jahren von dem alten bewährten Mannschaftssystem umgeschwenkt auf das heutige Truppsystem. Das Mannschaftssystem hatte ausgedient, da durch die neue Motortechnik Wasserträger u. ä. überflüssig wurden. Man konnte dieses Personal sinnvoller einsetzen.

1911

Die Gemeinde musste durch Personalmangel im 1. Weltkrieg wieder eine Pflichtfeuerwehr einführen und anordnen. Nach dem Weltkrieg wurde dieses wieder durch Freiwillige durchgeführt.

1907

Im Staatsarchiv Gotha beginnt der allgemeine Schriftverkehr erst 1907. In diesen Unterlagen sind die Schreiben vom Landratsamt an die Gemeinde und Feuerwehr und die Antworten von diesen enthalten. Auch hier gibt es kaum Aufzeichnungen.

1895

Im Jahre 1895 wurde die Freiwillige Feuerwehr Silberhausen gegründet.
Die Satzung der Freiwilligen Feuerwehr wurde am 17. Mai 1895 von den Gründern Meinhardt, Busse, Fiedler, Koch, Fiedler und Döring unterzeichnet.
Am 18. Mai 1895 wurde Sie nachträglich durch Clemens Ziegenfuß, Josef Ziegenfuß und Jacob Wand
unterzeichnet.

Am 30. Mai 1895 wurde sie durch den Amtsvorsteher Waldhelm in Zella genehmigt.

Das Amt des Ortsbrandmeisters übernahm August Meinhardt.

Im §1 dieser Satzung heißt es:

„Die Feuerwehr der Gemeinde ist ein Verein von Freiwilligen, welcher sich der Übernahme des persönlichen Feuerlöschdienstes … zur Aufgabe stellt.“

Viele würden heutzutage sagen: „Das war eine Vereinsgründung“.
Es war die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Silberhausen als Gemeindeorganisation durch eine Vereinigung von Freiwilligen Dorfbewohnern. Der Begriff „Verein“ hatte zu jener Zeit eine andere Bedeutung wie heutzutage.

Zusätzlich wurde die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr durch eine Polizei-Verordnung bestimmt.

In der Satzung wurde alles geregelt, angefangen von der Aufnahme und Dauer der Dienstverpflichtung, über die Einteilung der Mannschaften, die Verwaltung, die Ausrüstung, Einübung und Pflichten der Mitglieder und der Hilfsleistung bei Bränden.

Die Mannschaften der Feuerwehr bildeten:
die Abteilung der Feuerwehrmänner
die Abteilung der Spritzenmänner
die Ordnungsmannschaften
und die Wassermannschaften.

1890

Zur Erhöhung des Feuerschutzes wurde dann im Jahre 1890 eine zweite Handruckspritze beschafft. Diese wurde von der Feuerwehrgerätefabrik „Bräunert“ in Bitterfeld hergestellt.
Sie existiert bis in die heutigen Jahre, muss aber Generalinstand gesetzt werden.

1879

Im Jahre 1879 wurde in Silberhausen die erste Handdruckspritze angeschafft und die Pflichtfeuerwehr eingeführt.

Die Pflichtfeuerwehr bestand prinzipiell vorher auch schon, durch die alljährliche Verpflichtung der männlichen Dorfbewohner durch den Schulzen. Jetzt wurden sie organisiert, d. h. es wurden Hierarchien eingeführt, um die Wehr ordentlich und diszipliniert zu führen.
Zur Pflichtfeuerwehr gehörten in diesen Jahren etwa 40 Feuerwehrmänner. Die Feuerwehrmannschaften bestanden ausschließlich aus jungverheirateten männlichen Einwohnern. Die Anzahl der Feuerwehrmänner regelte sich automatisch durch Neuheirat und den Abgang des ältesten Feuerwehrmannes.

1876

Verordnung vom 1. März 1876 über die Errichtung disziplinierter Feuerwehren
der königlichen Regierung zu Erfurt treten in Kraft

1871

Feuerpolizei- und Feuerlöschordnung vom 27. Oktober 1871 der königlichen Regierung zu Erfurt treten in Kraft

1780

1780 hat das Kurmainzische Amt Gleichenstein eine Registrierung der Gerätschaften der Gemeinde Silberhausen vorgenommen:

Dabei wurden aufgelistet:

3 Feuer oder Dachleitern
2 Große Feuerhaken
100 nummerierte Häuser
1 nicht nummeriertes Haus

Löschwasser: 14 offene Brunnen
Gemeindehäuser: Pfarrhaus, Schulhaus, Backhaus, Kuhhirtenhaus, Schäferhaus

2 Gebäude durch Brand zerstört, Schaden 96 Gulden
1 Mühle (Talmühle) Inhaber: Heinrich Arthmanns Kinder

So wie in vielen anderen umliegenden Orten, bestand kein organisierter Feuerschutz in Silberhausen.
Die männlichen Einwohner wurden alljährlich durch Zuschrift des Schulzen verpflichtet, bei Brandausbruch sofort Löschhilfe zu leisten.
Sie waren eingeteilt in Ordnungsmannschaften und Wassermannschaften, welche durch Armbinden gekennzeichnet waren. Diese wurden auch noch in der späteren Pflichtfeuerwehr getragen.
Silberhausen hatte in der Zeit eine Feuerspritze, welche Rohrspritze genannt wurde, und einen Bestand von etwa 15 bis 20 Ledereimern.
Bei einem Brand wurden die Ledereimer an der Wasserentnahmestelle mit Wasser gefüllt und von den Wassermannschaften und den übrigen Dorfbewohnern von Hand zu Hand bis zur Brandstelle gereicht. Dort wurden sie teils in die vorhandene „Rohrspritze“ oder direkt auf den Brandherd gegossen.

Dieser Umstände änderten sich erst in den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts.

1776

1776 hatte Silberhausen schon ein eigenes Spritzenhaus, in welchem die vorhandenen Gerätschaften zentral gelagert wurden.

1726

Im Jahre 1726 wird im Zusammenhang mit einem Großbrand die „Silberhäuser Wehr“ erwähnt.